Ilhan Arsel: „Frauen sind eure Äcker“

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Ilhan Arsel

„Frauen sind eure Äcker“
Frauen im islamischen Recht
Aus dem Türkischen übersetzt und herausgegeben von Arzu Toker

Zweite, erweiterte und korrigierte Auflage
404 Seiten, kartoniert, Euro 24.-
ISBN 978-3-86569-227-6

Erweiterte Neuauflage erscheint Dezember 2017


Ilhan Arsel: „Frauen sind eure Äcker“

[Aus dem Inhalt] [Medienstimmen] [Weitere Informationen]

 

Das Buch „Frauen sind eure Äcker“ von İlhan Arsel zeigt ein zu wenig bekanntes Gesicht der Türkei: das der geistigen Freiheit, der Rationalität im Denken, der Demokratie und Menschenrechte. Dabei ist die Liste derjenigen lang, die sowohl die Religion als auch den Islamismus kritisieren; eine Kritik, die in den letzten Jahrzehnten zunehmend zensiert und unterdrückt wird.

Auch der Verfassungsrechtler İlhan Arsel übte bereits früh Kritik am erstarkenden religiösen Fundamentalismus; sein Buch erschien in der Türkei erstmals 1987 unter dem Titel Scharia und Frau. Es stellt die historische Entwicklung der Verachtung der Frau dar und beleuchtet ihre Stellung im Koran, den Hadithen (Überlieferungen) und in den Werken islamischer Gelehrter, wie sie vom Amt für Religiöse Angelegenheiten der Türkei (DİTİB/Diyanet), zur „Erziehung der Bürger im Sinne der Scharia“ verbreitet werden. Diese Schriften stehen im Widerspruch zu demokratischen Grundwerten und den Menschenrechten und verhindern – in der Türkei wie in Deutschland – ein demokratisches Zusammenleben. Denn sie lehren neben der Gewalt über die Frau, auch religiösen Chauvinismus und so strikte Abgrenzung.

Obwohl das Buch „Frauen sind eure Äcker“ nach dem Erscheinen der ersten und zweiten Auflage auf Betreiben der DİTİB und der Staatsanwaltschaft in der Türkei verboten wurde, mussten die Gerichte dem Autor schließlich Recht geben. Das Buch konnte erscheinen.

Es ist das besondere Anliegen des Autors aufzuzeigenn dass durch die religiöse Tradition, die Scharia, ein würdevolles und partnerschaftliches Zusammenleben der Geschlechter verhindert wird: „Die Männer müssen sich dem Islam widersetzen, um Mensch zu werden. Die Rechte, die sie meinen, durch den Islam zu bekommen, rauben ihnen nicht nur die freie eigene Entwicklung, sondern auch die Frau, welche ihre Freundin, ihre Lebensgefährtin, ihre Geliebte, die sie liebende Frau sein kann.“ (İlhan Arsel)
 

Die Neuauflage wurde um ein Sach- und Personenregister erweitert.

 

Aus dem Inhalt
 
Der Islam erkennt der Frau keine Gleichberechtigung und Freiheit zu * Legitimierung der frauenfeindlichen Scharia-Bestimmungen * Die Behauptung, nicht der Islam, sondern seine falsche Anwendung und fremde Einflüsse seien schuld * Mohammed entmachtete die Frauen politisch * Das Vortäuschen von Respekt bei gleichzeitiger Erniedrigung der Frau * Mohammeds Sicht auf die Frau * Laut Scharia ist die Frau in allem unrein * Der Koran stellt die Frauen dem Vieh gleich und behandelt sie wie Besitz * Das Schicksal muslimischer Mädchen: den unbekannten Mann heiraten * Verschleierung: Die Frau unkenntlich machen * Talâk – Die Verstoßung der Frau als weitere Waffe der Versklavung

Inhaltsverzeichnis [Download]
Einleitung [Download]
Probekapitel [Download]

 

Medienstimmen

Ein Werk der gedeihlichen Gedankenfolge, das ein gebührendes Feld auf dem Regal jedes autonomen Individuums für sich reklamiert, gerade gegenwärtig, da die ethnisch kulturelle Identität einen kräftigen Aufschwung erfährt... (Die Brücke, Mai 2014)

Das Buch ist ein hoch politisches Buch, besagt es doch, dass die Gleichberechtigung von Frauen, wie sie in demokratischen Staaten vertreten wird, mit dem Islam und dem islamischen Recht nicht vereinbar ist und damit auch die geltenden islamischen, ethischen Werte nicht mit denen einer aufgeklärten, demokratischen Gesellschaft vereinbar sind. (...) Ilhan Arsel zeigt in seinem Buch ..., wie das islamische Wertesystem, aus dem Koran begründet, die Liebe zwischen Mann und Frau vergiftet und respektvolle Familienbeziehungen untergräbt. Wie es auch den Mann beleidigt, denn er wird zum Sklavenhalter seiner Frau gemacht, hilflos seinem sexuellen Trieb ausgeliefert, sobald er ein Frauenhaar erblickt. (...) Es ist ein Buch gegen religiösen Fanatismus getragen von humanistischen Werten und Menschenrechten. (Monika Jarosch in aep informationen 4/2012)

Akribisch genau und unangreifbar für Islamromantik werden Mythen nicht nur über den Propheten Mohammed im Allgemeinen sondern auch über das Frauenbild im Islam im Besonderen demaskiert. Ausgehend von Sure 2, Vers 223 ... zerpflückt Arsel nicht nur jede Sure, sondern auch jene Teile aus den Hadithen, die ja angeblich beweisen, dass Mohammed ein Frauenrechtler und Philanthrop gewesen sein soll. (Edith Bettinger in FreidenkerIn 2/2013)

Pressestimmen zur Originalausgabe:

Ich empfehle alle religiösen und laizistischen Menschen, dieses außerordentliche Werk von Anfang bis zum Ende zu lesen. Dieses Buch zeigt, wie sehr das Verständnis der religiösen Reaktionäre außerhalb unseres Jahrhunderts liegt. (Talat Halman, Milliyet, 15. Februar 1988)

Für Ilhan Arsel bilden die Forschung und die Kritik der religiösen Bücher den Maßstab der Zivilisation. Er durchforstete die Quellen des Judentums, des Christentums und des Islam. Er widmete sein Leben der wissenschaftlichen Forschung dieser Themen. Seine geistige und Zivilcourage sind wegweisend. (Doğu Perinçek, 2000’e Doğru,12. März 1989)

Weitere Informationen

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