Vorschau Sachbuch

Download der Vorschau für den Frühjahr 2017

Martin Luther

Judenfeindliche Schriften, Band 2
Hrsg. von Karl-Heinz Büchner, Bernd Kammermeier und Reinhold Schlotz
ca. 350 Seiten, kartoniert, Euro ca. 20.-
ISBN 978-3-86569-229-0

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Thomas Heinrichs
Religion und Weltanschauung im Recht
Problemfälle zum Ende der Kirchendominanz
Humanismusperspektiven, Band 2
ca. 240 Seiten, kartoniert, Euro ca. 22.-
ISBN 978-3-86569-271-9

Der Sammelband ist die erste Darstellung des Religions- und Weltanschauungsrechts unter besonderer Berücksichtigung der Interessen Konfessionsfreier, entsprechender juristischer Grundtexte und aktueller Rechtsprechung, inklusive des Europarechts.


Karsten Krampitz
„Jedermann sei untertan“
Deutscher Protestantismus
ca. 200 Seiten, kartoniert, Euro ca. 14.-
ISBN 978-3-86569-247-4

Die ersten vier Jahrhunderte ihrer Geschichte standen die evangelischen Kirchen unter dem „landesherrlichen Regiment“ und dementsprechend immer auf der Seite der Obrigkeit. Doch mit der Weimarer Reichsverfassung wurden die Kirchen in die Freiheit entlassen. Die Entwicklung des deutschen Protestantismus nach 1918/19, mit allen Irrwegen und Verwerfungen, ist von einer neuen Qualität.
Der Schriftsteller und Historiker Karsten Krampitz hat eine kritische Überblicksgeschichte der Evangelischen Kirchen in Deutschland (EKD) und ihrer Vorläuferorganisation geschrieben. Er beschäftigt sich mit deren Rolle als Sargnagel der Weimarer Republik und untersucht, warum sich kein anderes Sozialmilieu so offen und aufnahmebereit für die Ideologie der Nazis zeigte wie das kleinbürgerlich-evangelische. Anhand neuer Quellen und Dokumente erzählt er von der Mittäterschaft der Kirche an der Ermordung der europäischen Juden und entlarvt die Schilderung vom Widerstand der Bekennenden Kirche im Dritten Reich als Lebenslüge der EKD. Für die Zeit nach dem Krieg zeigt Krampitz, dass es auch in der Kirche keine Stunde Null gab und bis in die 1960er Jahre hinein die alten Eliten vorherrschten. Berichtet wird aber auch von der evangelischen Kirche in der DDR, einer Kirche in der ideologischen Diaspora, die an Mitgliederschwund litt, aber gleichzeitig immer mehr Zulauf bekam – ein Erbe, das die EKD nicht annimmt.
Im Jahr, in dem der Protestantismus sein 500-jähriges Bestehen feiert, gelingt Karsten Krampitz eine beeindruckende Darstellung des Weges der deutschen evangelischen Kirchen durch die Moderne.


Daniela Wakonigg / Winfried Rath
Das Fliegende Spaghettimonster – Religion oder Religionsparodie?
ca. 100 Seiten, kartoniert, Euro ca. 10.-
ISBN 978-3-86569-272-6

Obwohl erst vor einem Jahrzehnt gegründet, ist die Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters (FSM) ein sehr erfolgreicher Anbieter im religiösen Supermarkt. Pastafari, wie ihre Anhänger genannt werden, finden sich mittlerweile weltweit.
Doch ist die Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters tatsächlich eine Religionsgemeinschaft? Oder haben wir es mit einer Religionsparodie zu tun?


Ralf Schöppner (Hrsg.)
Vielfalt statt Reformation
Humanistische Beiträge zum Dialog der Weltanschauungen
Schriftenreihe der Humanistischen Akademie Berlin-Brandenburg, Band 10
ca. 200 Seiten, kartoniert, Euro ca. 18.-
ISBN 978-3-86569-225-2

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Merlin Wolf (Hrsg.)
Irrwege der Kapitalismuskritik
ca. 200 Seiten, kartoniert, Euro ca. 16.-
ISBN 978-3-86569-273-3

Angesichts von Bankenkrise und Sparpolitik sowie den für alle offensichtlichen Folgen für große Teile der Bevölkerung nicht nur in Griechenland, ist Kapitalismuskritik plötzlich en vogue. Doch oft genug richtet sich die Kritik gegen jene, die als Verursacher der Krise angesehen werden oder segelt in nationalistischem Fahrwasser („Sozial geht nur national“).
Die Autorinnen und Autoren des Sammelbandes verstehen Kritik als Analyse und Beurteilung eines Gegenstandes. Sie legen die strukturellen Ursachen gesellschaftlich beobachtbarer Phänomene offen, um sich nicht auf den Irrwegen einer Kritik zu verlieren, die sich über bloße Symptome beklagt.
Um sich nicht im Labyrinth der Kapitalismuskritik zu verlieren, sollen Maßstäbe gefunden werden, wie sich progressive und regressive Kapitalismuskritik unterscheiden lassen und welche Bedingungen progressive Kapitalismuskritik erfüllen muss.


Frank Sembowski
Liberalisierung psychoaktiver Substanzen
120 Seiten, kartoniert, Euro 10.-
ISBN 978-3-86569-275-7

Gibt es ein Recht auf Rausch? Oder muss eine umfassende Prohibition gesellschaftliches Ziel sein? Über diese Fragen wird in Deutschland seit vielen Jahren gestritten. Und auch wenn in Einzelpunkten kleine Veränderungen erfolgt sind, herrscht hierzulande eine restriktive Drogenpolitik vor.
Dabei gibt es viele gute Argumente für eine Liberalisierung psychoaktiver Substanzen. Frank Sembowski fasst sie in seiner interdisziplinär angelegten Arbeit zusammen. Er greift auf Forschungsergebnisse aus Biologie, Pharmakologie, Ethnologie und Psychologie zurück, um eine Entkriminalisierung der im Betäubungsmittelgesetz aufgeführten Stoffe zu begründen. Durch internationale Vergleiche verdeutlicht er, welche gesellschaftlichen Folgen restriktive und liberale Ansätze jeweils mit sich bringen.


Martin Luther
Judenfeindliche Schriften, Band 3
Hrsg. von Karl-Heinz Büchner, Bernd Kammermeier und Reinhold Schlotz
ca. 350 Seiten, kartoniert, Euro ca. 20.-
ISBN 978-3-86569-274-0

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Bernd Kammermeier
Der allmächtige Vulkan
Zur Evolution des monotheistischen Gottes
ca. 250 Seiten, kartoniert, Euro ca. 18.-
ISBN 978-3-86569-226-9

Erscheinungstermin: Mai 2017
Weltweit vertrauen Milliarden Menschen auf den Monotheismus und dessen abrahamitischen Gott. Doch der ist nicht nur in drei Hochreligionen – Judentum, Christentum, Islam – gespalten, auch unzählige Splittergruppen verehren einen einzigen Gott. Angesichts der vielfältigen, oft widersprüchlichen Gottesbilder, waren und sind Konflikte unausweichlich.
Der Allmächtige Vulkan führt das Lesepublikum durch all die Jahrtausende – von der neolithischen Revolution bis zum babylonischen Exil –, in denen diese Gottesbilder entstanden. Dabei werden die vielen Wandlungen und Umformungen sichtbar, denen sich die Gottesbilder unterziehen mussten. „Gott“ musste, dank wissenschaftlicher Erkenntnisse, häufig umziehen, von einer Wissenslücke zur nächsten.
Die essayistischen Texte verfolgen diesen Weg.


Alfred Binder
Buddhismus
Lehre und Kritik
ca. 300 Seiten, kartoniert, Euro ca. 20.-
ISBN 978-3-86569-243-6

Der Buddhismus ist die älteste der sogenannten Hochreligionen. Seit ungefähr 100 Jahren erfreut er sich auch in Europa stetig wachsender Beliebtheit. Wer nach Gründen für den Erfolg sucht, wird darauf verwiesen, dass es im Buddhismus keinen strafenden Gott und keine heiligen Kriege gebe, dass anstelle von Dogmen und blindem Glauben fundiertes Wissen und Meditation stehen. Außerdem stelle keine andere Religion, keine Wissenschaft und keine philosophische Lebenskunst so viele wirksame Methoden zur Bewältigung des modernen Alltags bereit.
Seltsamerweise findet sich bis heute keine systematisch-kritische Untersuchung des Buddhismus. Dieses Buch behebt diesen Mangel, indem es dessen Kernlehre und Praxis detailliert darstellt und zeigt, dass auch diese Religion ganz und gar ein Kind ihrer Zeit ist – mit all ihren theoretischen Unzulänglichkeiten, Ungereimtheiten und dem für vormoderne Epochen typischen Aberglauben. Die Untersuchung würdigt aber auch die positiven Aspekte dieser Weltanschauung und vor allem die weiterentwickelten Formen ihrer Praxis.
Alfred Binder legt damit – nach Mythos Zen – ein weiteres kritisches Standardwerk zum Buddhismus vor.


André Sebastiani
Anthroposophie
Eine kurze Kritik
Reihe Kritikpunkt.e
ca. 160 Seiten, kartoniert, Euro 10.-
ISBN 978-3-86569-122-4

Anthroposophische Einrichtungen, ob Waldorfschulen oder Demeter-Höfe, sind etablierter Bestandteil der Gesellschaft. Gleichwohl unterliegt ihre ideologische Grundlage, dargelegt in den zahlreichen Schriften Rudolf Steiners und seiner Anhänger, seit langem der Kritik. Ernst Bloch beispielsweise hielt die anthroposophische Bewegung für faschistoid.
André Sebastiani fasst die Kritikpunkte am anthroposophischen Lehrgebäude zusammen und wirft einen Blick auf die sogenannten Praxisfelder, auf denen Anthroposophie sich gesellschaftlich niederschlägt: Pädagogik, Medizin und Landwirtschaft.
In der Reihe Kritikpunkt.e erscheinen Einführungen in ideologische, politische oder soziale Phänomene. Sie präsentieren grundlegende Informationen kompakt und übersichtlich. Sie sind aus einer kritischen Perspektive geschrieben und schärfen den Blick für die kontrovers diskutierten Seiten eines Themas.


Rudolf Stumberger
München ohne Lederhosen
Ein kritisch-alternativer Stadtführer (1968 bis heute)
ca. 220 Seiten, zahlreiche Abbildungen, Klappenbroschur, Euro ca. 16.-
ISBN 978-3-86569-241-2

Maßkrüge, Oktoberfest, Möpse in Dirndln – das Klischee hat München fest im Griff. Dieser Reise-Führer versteht sich als eine alternative Annäherung an eine Stadt, in der immerhin die erste Räterepublik auf deutschem Boden ausgerufen wurde. Erzählt wird die Münchner Stadtgeschichte anhand der politischen Kontroversen um ihre Denkmäler. Denn wer meint, Geschichte ist ein abgeschlossenes Kapitel, irrt: Um ihre Bedeutung wird nach wie vor gerungen und sie ist Teil der gegenwärtigen politischen Auseinandersetzungen.
Der zweite Band beginnt mit der im Zuge von 1968 entstandenen Alternativkultur, bewegt sich dann durch die 1970er und 1980er Jahre mit ihren diversen sozialen Kämpfen und endet mit dem Umbau Münchens zur „Stadt des 21. Jahrhunderts“.
Der erste Band erscheint im Juni und befasst sich mit der Zeit von Revolution und Räterepublik bis in die 1960er Jahre.


Philippe Kellermann (Hrsg.)
Anarchistische Religionskritik
Eine kommentierte Textsammlung
ca. 320 Seiten, kartoniert, ca. Euro 18.-
ISBN 978-3-86569-192-7

Die antireligiöse Polemik Die Gottespest des Anarchisten Johann Most ist legendär und der Kampf der spanischen Anarchisten gegen die an der Seite Francos kämpfende katholische Kirche im Spanischen Bürgerkrieg hat vielfach Eingang in die Literatur gefunden. Tatsächlich: Der Anarchismus hat sich fast durchgängig als Widersacher von Kirche
und Religion verstanden und als solcher agiert.
Warum der Anarchismus der Religions- und Kirchenkritik eine wichtige Bedeutung zusprach, wie auch, welche unterschiedlichen Positionen hierbei vertreten wurden, zeigt die von Philippe Kellermann herausgegebene und kommentierte Textsammlung.
Anarchistische Religionskritik versammelt dabei prominente „klassische“ Beiträge, wie auch solche, denen bisher im deutschsprachigen Raum kaum Beachtung zuteil geworden ist. Durch einige Erstübersetzungen ins Deutsche wird die Auseinandersetzung der anarchistischen Bewegung mit der Thematik in ihrer internationalen Dimension erkennbar.
Mit Texten von Emma Goldman, Elisée Reclus, Robert Reitzel, Sébastien Faure, Erich Mühsam, Joseph Déjacque, Pietro Gori und vielen anderen.


Leo Tolstoi
Das Reich Gottes ist in euch

Herausgegeben von Ulrich Klemm
ca. 240 Seiten, kartoniert, Euro ca. 18.-
ISBN 978-3-86569-161-3

Tolstois Schrift aus den 1890er Jahren Das Reich Gottes ist in euch gilt als ein Schlüsseltext für seine Kirchenkritik, sein religiöses Verständnis und seine Ethik. Nicht nur Mahatma Gandhi war in seinem Denken und seinem gewaltfreien Kampf ganz wesentlich davon beeinflusst. Gewaltfreiheit, dem Bösen nicht mit Gewalt zu widerstreben, ist Tolstois zentrale Botschaft, die hier begründet wird. Damit ist das Buch ein zentraler friedensphilosophischer Text für das frühe 20. Jahrhundert mit großer Reichweite.
Die umfangreiche Studie Tolstois wurde weltweit Ende des 19. Jahrhunderts in unterschied¬lichen Ausgaben – mehr oder weniger gekürzt und ergänzt – publiziert und gilt heute gleichsam als „Geheimtipp“. Seit vielen Jahrzehnten liegt jetzt erstmals wieder eine deutsche Buchausgabe dieser Schrift vor.


Aktion 3. Welt Saar (Hrsg.)
Islamophobie?

ca. 200 Seiten, kartoniert, Euro ca. 16.-
ISBN 978-3-86569-086-9

Die Kritik am Islam und an darauf zurückzuführenden gesellschaftlichen Vorstellungen scheint eine vertrackte Sache zu sein. Niemand will, dass in Deutschland Frauen in der Burka über die Straße laufen müssen, aber wer ein Burka-Verbot fordert, riskiert den Vorwurf der Islamfeindlichkeit. Funktionäre von Islamverbänden, Integrationswissenschaftler oder Kirchenvertreter bringen dann häufig den Begriff der „Islamophobie“ in Anschlag. Aber kann in einem Land, in dem gerade staatlich finanzierter Islamunterricht und Lehrstühle für Islamische Theologie eingeführt werden, von Islamfeindichkeit die Rede sein? Sind wirklich Muslime besonders von alltäglicher Diskriminierung betrofffen oder richtet sich diese generell gegen als „Fremde“ markierte Menschen gleich welchen Bekenntnisses? Das Schlagwort „Islamophobie“ bricht die Diskussion oft an einem Punkt ab, an dem sie eigentlich erst richtig beginnen müsste.
Der von der Aktion 3. Welt Saar herausgegebene Sammelband setzt genau hier an und steckt das Feld für eine emanzipatorische Kritik am Islam ab. Die Beiträge arbeiten heraus, welche Ansätze der Verteidigung von Freiheitsrechten gegen die Herrschaftsideologie Islam dienen und wann Kritik an Muslimen pauschale Abwertung und Ausgrenzung zur Folge hat. Sie setzen sich mit als „Islamkritik“ maskiertem Rassismus ebenso auseinander wie mit der Denunziation von emanzipatorischer Religionskritik.


Clara und Paul Reinsdorf (Hrsg.)
Islam und Islamismus als Herausforderung für die Friedensbewegung
160 Seiten, kartoniert, Euro ca. 15.-
ISBN 978-3-86569-065-4

Über wenige Themen wird in der Linken so intensiv gestritten wie über die Frage, wie der Islam einzuschätzen ist. Für die Friedensbewegung steht hier im Vordergrund, wie sich das Verhältnis „des Islams“ zur Gewalt darstellt. Ist im Islam eine Rechtfertigung von Gewalt angelegt, die über den üblichen religiösen Fanatismus hinausgeht? Begründet der Islam Verhältnisse struktureller Gewalt? Gibt es Anknüpfungspunkte für Gewaltfreiheit? In welchen Richtungen des Islams lassen sich Bündnispartner finden, welchen Strömungen muss entgegengetreten werden?
Die Autoren erörtern einzelne Aspekte des Themenkomplexes, die dazu beitragen, derlei Fragen beantworten zu können. Sie knüpfen damit an die Ergebnisse des Sammelbandes Salam oder Dschihad? (2003) an.


Christoph Martin Wieland
Was ist Wahrheit?
Schriften zur Aufklärung und Religionskritik
Klassiker der Religionskritik, Bd. 12
Hrsg. und mit einem Vorwort von Marvin Chlada
ca. 150 Seiten, kartoniert, Euro 13.-
ISBN 978-386569-132-3

Die religionskritischen Texte eines unterschätzten deutschen Aufklärers

Der Aufsatzband vereint die wichtigsten Texte, in denen sich Wieland kritisch zu bestimmten Aspekten der Religion äußert. Anhand seines diesseitigen Weltverständnisses wird die untrennbare Verknüpfung von Religionskritik und Aufklärung deutlich. Wie alle Klassiker-Bände enthält das Buch eine thematische Einleitung, Zeittafel, Bibliographie und ein Glossar.

 

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