Monika Schmittner
Der Traum von der freien Republik
Revolution am bayerischen Untermain 1848/49
198 Seiten, 45 Abbildungen, mit Namens- und Ortsregister, gebunden, Euro 15.-
ISBN 3-932710-70-3
Aschaffenburg bei Alibri
erschienen 1998
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1848 erlebte die Demokratie ihren ersten Frühling in Deutschland. Auch am bayerischen Untermain träumten viele Menschen den Traum von der freien Republik. Angehörige aller Schichten beteiligten sich an der Revolution: Bürger setzten despotische Beamte ab und vertrieben das Militär, Bauern erzwangen die Aufhebung der drückenden Abgaben. Bis in die kleinsten Ortschaften hinein wurden „Volksvereine“ gegründet, um für politische und soziale Rechte zu streiten und die Landesfürsten zur Annahme einer Verfassung zu bewegen.
Monika Schmittner läßt die Ereignisse der Jahre 1848/49 lebendig werden. Sie schildert die wirtschaftliche Not in Odenwald und Spessart und den Aufstand der Landleute, beleuchtet die turbulenten Ereignisse in Aschaffenburg und Miltenberg und stellt die Revolutionäre und ihre Widersacher vor.
Aus dem Inhalt
Die Februarrevolution in Paris und ihre Signalwirkung für Süddeutschland * Bayern zwischen Vormärz und Revolution * Revolutionäres Wetterleuchten in der Stadt Aschaffenburg * Aufruhr in München wegen Lola Montez * Aschaffenburg im März 1848: “Ein Unruheherd erster Ordnung” * “Herr Bischof! Helfen Sie mir gegen diese radikalen Schullehrer!” * Bauernrevolten 1848 im Odenwald, entlang des Mains, im Kahlgrund und im Spessart * Ausschreitungen gegen die jüdische Bevölkerung * Der Orber Aufstand von 1849 * Politische Schaltzentrale für das Umland: Der Aschaffenburger Volksverein * “Es gibt hier viele Demokraten, aber auch einige anständige Bürger” – Revolution in Miltenberg * Das Ende vom Traum der Freiheit
Medienstimmen
eine notwendige Ergänzung der lokalen Geschichtsschreibung (Stadt-Magazin, September 1999)
Diese regionalhistorische Arbeit über den Raum Aschaffenburg, aus der Perspektive der „einfachen“ Leute geschrieben, wird von der Autorin bescheiden als bloß „empirische Bestandsaufnahme“ bezeichnet, bietet jedoch auch ohne archivalische Recherche reichhaltiges empirisches Material. (Archiv für Sozialgeschichte 39, 1999)
Umfangreich ist der Schatz, aus dem Monika Schmittner ihr Wissen schöpft, die Interpretation selbst ist ihre Leistung: Bemerkenswert bei der reinen Quellensammlung ist die Aktualität, derer das Werk nicht entbehrt. (Stefan Reis in Main-Echo, 20.12.1998)
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