Marvin Chlada / Marc-Christian Jäger (Hrsg.)
Das Spiel der Lüste
Sexualität, Identität und Macht bei Michel Foucault
156 Seiten, kartoniert, Euro 16.-
ISBN 3-86569-031-9
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Foucault hat „Sexualität“ und „Erotik“ weitgehend als Spiel betrachtet, was bedeutet, daß die Regeln verändert werden können. Im Gegensatz zu den gängigen Aneignungen Foucaults in Gender Studies und Postfeminismus (Stichwort: „Dekonstruktion“) geben die Beiträge einen Überblick von Foucaults weitreichendem Machtbegriff (Bio-Macht, Sexualdispositiv usw.) bis zur Verwandlung des Begehrens-Subjekts ins neoliberale, unternehmerische Selbst. Sie setzen sich mit dem Streit zwischen Foucault und Deleuze über den Begriff des Wunsches/Begehrens auseinander (eine Kategorie, die Foucault ablehnt, weil sie für ihn mit „Mangel“ behaftet ist), befragen Max Stirner zum „Gebrauch der Lüste“ (wobei sich erstaunliche Parallelen zwischen Stirner und Foucault auftun) und skizzieren den Stellenwert von de Sade und Bataille im Werk von Foucault am Beispiel der Grenzüberschreitung.
Aus dem Inhalt
Mit Beiträgen von Marc-Christian Jäger, Annette Schlemm, Marvin Chlada, Jürgen Mümken, Andrea D. Bührmann
Medienstimmen
Dabei besticht der Band einerseits durch seine Verständlichkeit – die AutorInnen verzichten weitgehendst auf einen übertriebenen wissenschaftlichen Jargon – sowie durch seinen Einführungscharakter. (...) Gerade zum Verständnis des Foucaultschen Hauptwerkes kann dieser Band streckenweise eine sehr gute Interpretationshilfe für „EinsteigerInnen“ bieten...(Maurice Schuhmann für cultureglobe.de, 3.11.2008)
Die sechs Beiträge bemühen sich um eine nicht-postmodernistisch sich gerierende Rezeption dieses „FoucaultschenPendels“, sondern arbeiten sich nahe am Text ab. (...) Das Buch ist so schwierig wie sein Stoff, also beiliebe keine schmalbrüstige Nebenbei-Lektüre aber es regt sehr zum Weiterdenken an und beleuchtet Foucault von ganz neuen Seiten. (Das dosierte Leben 62 (2008)
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