Fritz Mauthner
Der Atheismus und seine Geschichte im Abendlande
Hrsg. von Ludger Lütkehaus
4 Bände im Pappschuber, zusammen ca. 2.400 Seiten, gebunden, Vorbestellpreis Euro 149.-
(bis 30.11.2010, danach Euro 179.-)
ISBN 978-3-86569-113-7
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Fritz Mauthners monumentale Geschichte des abendländischen Atheismus spannt einen Bogen von der europäischen Antike über Teufelsfurcht und Aufklärung im sogenannten Mittelalter, die Entstehung der Wissenschaften zu Beginn der Neuzeit bis hin zum Materialismus des 19. Jahrhunderts. Geschrieben in den Jahren 1920 bis 1923, ist Mauthners Werk eine fast einzigartige Kulturgeschichte des Abendlandes vom Standpunkt der religiösen Befreiung.
Fritz Mauthner (1849-1923) ging insbesondere als radikaler Kritiker der Sprache in die Geistesgeschichte ein. Bereits sein dreibändiges Werk Beiträge zur Kritik der Sprache (1901/1902) bediente sich einer antimetaphysischen Grundhaltung, die in seiner Geschichte des Atheismus noch einmal verschärft wird. Mauthners Ansatz ist dabei die Befreiung vom Gottesbegriff. Neben den rein negierenden Atheisten werden deshalb auch die Lehrer der Vernunft- oder Naturreligion, die Deisten und die Pantheisten, ebenso einige Reformatoren und andere Ketzer dargestellt: kurz, viele, die zur Befreiung vom „Gotteswahn“ beigetragen haben und von anderen Geschichten des Atheismus nicht oder zu knapp behandelt werden. Dabei besticht die Detailfülle ebenso wie das weite Panorama, das Mauthner sprachgewaltig und getragen von souveränem Wissen vor dem Leser ausbreitet.
Aus dem Inhalt
Inhaltsübersicht: Einleitung: die Antike * Erstes Buch: Teufelsfurcht und Aufklärung im sogenannten Mittelalter * Zweites Buch: Entdeckung der Natur und des Menschen; Lachende Zweifler; Niederlande, England * Drittes Buch: Aufklärung in Frankreich und in Deutschland; Die Große Revolution * Viertes Buch: Die letzten hundert Jahre; Reaktion; Materialismus; Gottlose Mystik
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Zum Autor
Fritz Mauthner, geboren 1849 in Böhmen, verfasste zahlreiche Erzählungen, Feuilletons und wurde insbesondere bekannt mit Parodien zeitgenössischer Schriftsteller. Sein Lehrer Ernst Mach inspirierte ihn zu erkenntnistheoretischen, speziell sprachkritischen Arbeiten. Die langjährige Freundschaft mit dem Anarchisten Gustav Landauer wurde im Ersten Weltkrieg schwer belastet, da Mauthner Propaganda-Artikel für den Krieg schrieb. Landauers Einsatz für die Revolution 1918 und für die Münchener Räterepublik versöhnte beide jedoch wieder.
Die letzen Jahre seines Lebens war Mauthner mit dem Verfassen seiner Geschichte des Atheismus befasst. Mauthner starb 1923 in Meersburg.
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