Monika Schmittner
Verfolgung und Widerstand 1933 bis 1945 am bayerischen Untermain
400 Seiten, 60 Abbildungen, mit Namens- und Ortsregister, kartoniert, Euro 15.-
ISBN 3-932710-71-1
Aschaffenburg bei Alibri
erschienen 2002
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Das Buch ist die völlig überarbeitete und wesentlich erweiterte Neuauflage des 1985 erschienenen Standardwerkes zu Verfolgung und Widerstand in Aschaffenburg und seinem Umland. Monika Schmittner zeigt den Widerstand in den verschiedenen politischen, konfessionellen und sozialen Milieus und schildert Einzelschicksale von Menschen, die wegen ihrer Regimekritik in die Fänge der NS-Verfolgungsinstanzen gerieten.
Die Untersuchung verbindet Struktur- und Ereignisgeschichte; sie konzentriert sich auf für den Untermain charakteristische Fälle von Widerstand und Verfolgung, die gleichzeitig einen Eindruck vermitteln von den allgemein anzutreffenden Lebensverhältnissen im Alltag des „Dritten Reiches“.
Aus dem Inhalt
Vom schwierigen Umgang mit dem Widerstand in der deutschen Nachkriegsgeschichte * Soziokulturelles Umfeld und wirtschaftliche Rahmenbedingungen am bayerischen Untermain vor 1933 * „Wir haben hier auf das Schwerste zu kämpfen“ – Regionale Begleitumstände der NS-Machtübernahme * „Gleichschaltung“ des politischen und gesellschaftlichen Lebens am Beispiel der Stadt Aschaffenburg * Verfolgung und Widerstand der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands * Verfolgung und Widerstand im „katholischen Milieu“ * Verfolgung und Widerstand im „protestantischen Milieu“ * Beispiele individueller Zivilcourage * „Der größte Lump im ganzen Land, das ist der deutsche Denunziant“ * NS-Verbrechen in der Endphase des Krieges
Medienstimmen
Die rundum solide, klug aufgebaute, stilistisch geschliffene und gut illustrierte Studie beruht auf der Auswertung z.B. der Lageberichte der Polizei- und Bezirksämter, ebenso zahlreicher Anklage- und Urteilsschriften und außerdem von über 5.000 personenbezogenen Gestapoakten, von denen weit mehr als 200 eingehend bearbeitet wurden. (Axel Ulrich in Informationen Studienkreis: Deutscher Widerstand, Mai 2003)
Die Arbeit ist nicht nur das Resultat jahrzehntelanger umfassender Quellenauswertung, sondern Schmittner sieht auch in der „Oral History“ eine wichtige Ergänzung zu Archivalien. Mit dieser Vorgehensweise ist ihr nicht nur erneut eine wissenschaftliche Arbeit gelungen, die maßgeblich dazu beiträgt, die immer noch beachtlichen Forschungslücken zu schließen, sondern ebenfalls zum wiederholten Male eine Arbeit, die Emotionen wie Erstaunen, Betroffenheit, sogar Fassungslosigkeit auslöst. (Yvonne Pollnick-Klünder in Aschaffenburger Jahrbuch 22 (2002))
Die Regionalstudieverbindet, konzentriert sich auf exemplarische, für den Untermain charakteristische Fälle von Verfolgung und Widerstand, die gleichzeitig einen Eindruck vermitteln von den allgemein anzutreffenden Lebensverhältnissen im Alltag des „Dritten Reiches“. (Spessart, Februar 2003)
Weitere Informationen
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