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Newsarchiv 2008

 

 

Dezember 2008

Alibri kritisiert ZDF-Spendengala

Am dritten Adventssamstag lief im ZDF die Spendengala „Ein Herz für Kinder“, die alljährlich das Publikum um finanzielle Zuwendungen für Projekte, die Kinder unterstützen, bittet. Ein zentrales Thema waren tibetische Flüchtlingskinder; als „Expertinnen“ waren die Filmemacherin und Buchautorin Maria Blumencron sowie die Schwester des Dalai Lama zugegen. Maria Blumencron präsentiert der Öffentlichkeit seit langem herzzerreißende Geschichten über dramatische Flüchtlingsschicksale, berichtet über Kinder, die zu Fuß Hunderte von Kilometern zurücklegen und sogar über Hochgebirgspässe laufen, um in eine Klosterschule des Dalai Lama in Indien zu gelangen. Wer sich die „Berichte“ genauer anschaut, einen Blick auf eine Landkarte wirft und sich über die Reisemöglichkeiten von in China lebenden Tibetern informiert, gewinnt schnell den Eindruck, daß hier Märchen erzählt werden. Da die gelernte Schauspielerin Blumencron ihre Behauptungen in der ZDF-Gala gänzlich unwidersprochen ausbreiten durfte, reagierten der Alibri Verlag und Autor Colin Goldner mit einer Pressemitteilung:

„ZDF-Spendengala bietet unglaubwürdigen Berichten über tibetische Flüchtlingskinder eine Bühne“
Die ZDF-Gala „Ein Herz für Kinder“ sieht sich dem Vorwurf ausgesetzt, die Zuschauer mit stark übertriebenen Berichten zu Spenden animiert zu haben. Der Dalai Lama-Biograph Colin Goldner nannte die Geschichten über tibetische Kinder, die zu Fuß den Himalaya überqueren müssen, um das Land zu verlassen, unglaubwürdig. „Wer Tibet verlassen will, ist keineswegs auf heimliche Flucht angewiesen. Seit 1979 können Exiltibeter ihre Verwandten in Tibet besuchen und umgekehrt,“ sagt der Wissenschaftsjournalist, der in den 1990ern selbst als Entwicklungshelfer im Himalayagebiet tätig war. Er hält es für einen Skandal, dass das ZDF seinen Zuschauern (und die mitwirkende BILD-Zeitung ihren Lesern) vormacht, Tausende von Kindern müssten einen lebensgefährlichen Fußmarsch auf sich nehmen, um in eine Klosterschule des Dala Lama in Indien zu gelangen.

 


November 2008

Linke Literaturmesse in Nürnberg: Vorträge von Alibri-Autoren
Zum 14. Mal fand Mitte November in Nürnberg die Linke Literaturmesse statt. Unter den über dreißig Veranstaltungen waren auch mehrere, in denen Alibri-Autoren ihre Bücher und Thesen vorstellten. Christoph Lammers faßte die Ergebnisse des Kongresses  ¡erschöpfte Theorie? zusammen und gab einen Ausblick, wie sich die Diskussion seitdem fortentwickelt hat; Colin Goldner klärte über die Situation in Tibet auf und ging dabei ausführlich auf die Unruhen im März dieses Jahres und die Propaganda des Dalai Lama ein; Bernd Harder unterhielt sein Publikum am Sonntagmorgen mit Geschichten über „Geister, Gothics und Gabelbieger“, machte dabei aber auch deutlich, daß es um einen Geschäftsbereich geht, in dem Millionen von Euro umgesetzt werden, und daß Autoritätsgläubigkeit eine wesentliche Grundlage für das Funktionieren des Esoterikmarktes ist. Boris Schöppner las aus seinen Reportagen über den chilenischen Widerstand; wer die Linke Literaturmesse verpaßt hat, kann ihn im Interview mit Radio Z live im Podcast erleben.

Sarah Diehl führt Film „Abortion Democracy“ im Bundestag vor
Nachdem Anfang 2007 der von ihr herausgegebene Sammelband zum Thema Schwangerschaftsabbruch im internationalen Kontext im Alibri Verlag erschienen war, hat Sarah Diehl einen Abortion Democracy betitelten Dokumentarfilm gedreht. Darin stellt sie die Entwicklung der letzten rund 15 Jahre in Polen – hier wurde unter dem Einfluss der katholischen Kirche der Schwangerschaftsabbruch weitgehend unter Strafe gestellt – den Veränderungen in Südafrika nach dem Ende der Apartheid gegenüber, wo im Zuge der Reform des Gesundheitswesens die Abtreibung legalisiert wurde. In dem 60-minütigen Film kommen Betroffene, Pro-Choice-Aktivistinnen und im medizinischen Sektor Tätige zu Wort.
Im Rahmen einer von der Bundestagsfraktion Die Linke durchgeführten Veranstaltung „Frauen in der Zange von Kirche, Staat, Tradition und Armut“ wurde der Film am 12. November im Clara-Zetkin-Saal des Deutschen Bundestages aufgeführt. Anschließend stellte sich die Regisseurin der Diskussion.

 


Oktober 2008

Michael Schmidt-Salomon auf Vortragsreise in der Schweiz
Anlässlich ihres 100-jährigen Bestehens hatte die Freidenker-Vereinigung der Schweiz Michael Schmidt-Salomon zu einer Vortragsreise eingeladen. Ende Oktober führte ihn diese durch die deutschsprachige Schweiz. Als Vortragsthema hatte Schmidt-Salomon das „Projekt Aufklärung“ gewählt, das er mit der provozierenden Frage „Glaubst du noch oder denkst du schon?“ verband. Ein kurzer Bericht über die Veranstaltung im Theater Casino in Zug fidnet sich auf der Webseite der Freidenker Zentralschweiz.

Colin Goldner darf nicht an der Universität in Graz vortragen
In Graz kam es anlässlich eines geplanten Vortrages von Colin Goldner zum Thema „Tibet und der Dalai Lama“ an der Universität zu einem Eklat, als die Universitätsleitung wenige Tage vor dem Termin den Raum stornierte. Eingeladen wurde unser Autor vom Bildungsverein der KPÖ Steiermark in Zusammenarbeit mit dem Kommunistischen Studentenverband Graz. Bereits im Vorfeld hatte die „Österreichische Buddhistische Religionsgemeinschaft“ gegen die Veranstaltung protestiert, „da religiöse Diffamierungen in letzter Zeit viel Aufruhr, Verletzungen und Unfrieden angerichtet“ hätten, und offen deren verbannung aus der Universität gefordert. Hatte das Rektorat dieses Ansinnen zunächst unter Hinweis auf die Wissenschaftsfreiheit abgelehnt, wurde die Raumzusage dann doch zurückgezogen. Offiziell angeführt wurden formale Gründe: der Studentenverband sei nur Mitveranstalter und unter diesen Umständen könnten die Räume nicht kostenlos überlassen werden. Der Kommunistische StudemtInnenverband hingegen geht von einer „offensichtlich politisch motivierten Einflussnahme“ aus.
Die Veranstaltung fand dann im KPÖ-Bildungszentrum statt und war mit über 150 Gästen gut besucht; Colin Goldners Referat am darauffolgenden Tag in Linz hörten über 200 Besucher & Besucherinnen. In den Oberösterreichischen Nachrichten erschien ein ausführliches Interview mit unserem Autor.

„Ferkelbuch“-Lesung im Rahmen der Gegenbuchmasse

Im Rahmen der Gegenbuchmasse, einer Veranstaltungsreihe, die parallel zur Frankfurter Buchmesse läuft und ein Podium für linke Verlage und Autor/inn/en bietet, fand im Rahmen der „Langen Nacht der Bücher“ eine Lesung des „Ferkelbuches“ statt. Illustrator Helge Nyncke erwies sich als „Multi-Stimm-Talent“ und begeisterte die über 100 Zuhörer/innen mit seinem Vortrag des religionskritischen Kinderbuches. Anschließend trug er Pasagen aus seinem noch unveröffentlichten Essay-Band Eine gotteslästerliche Floßfahrt vor.

Tagung „Religionskritik – zensiert“ in München
Am 12 Oktober fand in München eine vom Internationalen Bund der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA) durchgeführte Tagung zum Thema „Grundrechte im Schatten der Götter“ statt. Dabei ging es um die Zensur von Religionskritik, die seit Karikaturenstreit und „Ferkelbuch“-Streit wieder ein öffentlich diskutiertes Thema ist. Als Referenten waren zwei Autoren des im Alibri Verlag erschienenen Sammelbandes Zensur im Namen des Herrn eingeladen. Roland Seim stellte in seinem kurzweiligen und reich illustrierten Vortrag Fälle von Spott über Religion und Kirche in der Popkultur vor. Gunnar Schedel setzte sich anschließend mit den Voraussetzungen emanzipatorischer Religionskritik sowie mit den aktuellen Angriffen auf die Neuen Atheisten auseinander.

 


Juli 2008

Linke Buchtage in Berlin: Vorträge von Alibri-Autoren

Auch dieses Jahr fanden in Berlin Kreuzberg, Mehringhof, die Linken Buchtage statt. Vom 4. bis 6. Juli stellten über 30 linke und unabhängige Verlage ihr Programm aus und präsentieren in rund vierzig Lesungen und Buchvorstellungen ihr Neuheiten. Auch zwei Alibri-Autoren waren mit von der Partie: Colin Goldner setzte sich in einem Vortrag kritisch mit alternativen Heilmethoden auseinander; und Marc-Christian Jäger stellte den gemeinsam mit Marvin Chlada herausgegebenen Sammelband über „Sexualität, Identität und Macht bei Michel Foucault“ vor.

 

Mai 2008

Kritische Islamkonferenz: „Aufklären statt verschleiern!“

In Köln fand am letzten Mai-Wochenende unter dem Motto „Aufklären statt verschleiern!“ die Kritische Islamkonferenz statt. In einer Reihe von Vorträgen und auf mehreren international besetzten Podien erfolgte eine kritische Auseinandersetzung mit islamischen Glaubensauffassungen und Gesellschaftsvorstellungen. Ziel war es, jene islamkritischen Positionen miteinander ins Gespräch zu bringen, deren Ziel gesellschaftliche Emanzipation ist. Der Alibri Verlag hat diese Tagung – neben dem Zentralrat der Ex-Muslime, der Giordano Bruno Stiftung, der Aktion 3. Welt Saar und der Hintergrund-Redaktion – mitorganisanisiert und finanziell unterstützt.
In einer Abschlußresolution wurde die säkulare Gesellschaft als Ziel formuliert und gefordert, Integration auf der individuellen Ebene zu fördern. Als Religionskritik getarnter Fremdenfeindlichkeit und Rassismus wurde ebenso eine Absage erteilt wie kulturrelativistischen Vorstellungen, welche die Einschränkung von Bürger- und Menschenrechten mit vermeintlich kulturellen oder religiösen Traditionen rechtfertigen. Insbesondere bezog die Kritische Islamkonferenz Stellung gegen die Strategie von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble, die tendenziell eher konservativen islamischen Verbände zu fördern und ihnen Aufgaben für die Integration von Migrantinnen & Migranten – selbst der säkular eingestellten – zu übertragen. Dies sahen die Organisatoren der Tagung als „Schildbürgerpolitik“ an, weil dadurch ausgerechnet jene Kräfte gestärkt werden, die im Konfliktfall den Koran über das Grundgesetz stellen würden.
Ein Bericht über die Konferenz findet sich im Humanistischen Pressedienst:
http://hpd.de/node/4708
Die Abschlußerklärung kann auf der zur Kritischen Islamkonferenz geschaffenenen Webseite abgerufen werden.
http://www.kritische-islamkonferenz.de/erkl.pdf
 
 

März 2008

Das Ferkelbuch wird nicht indiziert – Alibri geht gegen unfaire Berichterstattung vor

Am 6. März hat die Bundesprüfstelle entschieden: der Antrag des Bundesfamilienministeriums, das religionskritische Kinderbuch „Wo bitte geht’s zu Gott?“, fragte das kleine Ferkel auf die Liste der jugendgefährdenden Medien zu setzen, wurde abgelehnt, das „Ferkelbuch“ wird also nicht indiziert. Wer sich über das gesamte Verfahren, den Antrag, die 68-seitige Verteidigungsschrift und die zahlreichen Stellungnahmen und Pressestimmen informieren will, findet Texte und Links unter: www.ferkelbuch.de .
In der Öffentlichkeit wurde der „Ferkelbuch-Streit“ sehr intensiv geführt. Der Verlag erfuhr einiges an Solidarität (so forderten 22 säkulare Verbände aus dem deutschsprachigen Raum in einer gemeinsamen Erklärung „Meinungsfreiheit auch für Religionskritiker“ und es gab teilweise heftige Kritik (vor allem, aber nicht nur, aus dem klerikalen Spektrum). Auch in den Medien entwickelte sich eine kontroverse Diskussion, teilweise sogar in ein und derselben Zeitung. Der Streit um das „Ferkelbuch“ erreichte eine so große Relevanz, daß auf Wikipedia ein eigenes Stichwort zum Buch angelegt wurde (dort finden sich zahlreiche Stimmen zum Buch).
In einigen Fällen überschritt die Kritik allerdings die Grenze dessen, was noch als fair bezeichnet werden kann; gegen diese Form der Berichterstattung setzen sich der Verlag und die beiden Macher des Kinderbuches zur Wehr. Den Vogel schoß dabei die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) ab. In der Ausgabe vom 5.3.2008 – also einen Tag vor der Verhandlung vor der Bundesprüfstelle – behauptete Thomas Thiel in einem Artikel über die Einweihung des Giordano Bruno-Denkmals in Berlin, das Buch sei „auf dem Index der Bundesprüfstelle“ gelandet. Aufgrund dieser offensichtlich falschen Tatsachenbehauptung, der wir durchaus eine rufschädigende Absicht unterstellen, fordert der im Text genannte Autor Michael Schmidt-Salomon von der FAZ einen Widerruf.
Den Presserat rief der Verlag in einem anderen Fall an: Der Journalist Ulrich W. Sahm hatte zunächst auf ntv.de, dann in leicht abgeänderter Form im Feuilleton der NRZ behauptet, die „Formulierung ‘Menschen vernichten’“ sei „der Nazisprache“ entlehnt und insofern handele es sich um eine „vielleicht gar antisemitisch angehauchte Darstellung“ (ntv) bzw. „vielleicht sogar latent anitsemitische Darstellung“ (NRZ). Abgesehen davon, daß die behauptete Formulierung in dieser Form im „Ferkelbuch“ gar nicht vorkommt, muß in Sahms Artikeln aus zwei Gründen der Versuch einer gezielten Diffamierung des Autors Michael Schmidt-Salomon gesehen werden. Denn die Nationalsozialisten beschrieben ihre Verbrechen mit euphemisierenden Begriffen; die Vernichtung der europäischen Juden wurde als „Endlösung der Judenfrage“ kommuniziert (und eben nicht als Vernichtung von Mitmenschen). Mit geringem Rechercheaufwand hätte Sahm herausfinden können, was tatsächlich die Quellen waren, aus denen Schmidt-Salomon seine Formulierungen entlehnt hat: Kinderbibeln. Die erschreckende Darstellung der Sintflutgeschichte findet sich in diversen für Kinder ab acht Jahren empfohlenen Bibeln (in einigen Fällen mit exakt der Formulierung, die Sahm als „Nazisprache“ erkannt haben wollte). Da sich das „Ferkelbuch“ in erster Linie an Kinder richtet, stellen Kinderbibeln also die korrekten Referenzwerke dar, wenn es darum geht, die religiösen Mythen in einer Sprache, die möglichst nahe am Original liegt, nachzuerzählen. Da wir es für unwahrscheinlich halten, daß dies Ulrich W. Sahm nicht bewußt ist, gehen wir davon aus, daß er Autor und Verlag absichtlich und mit diffamierender Zielsetzung in die Nähe des Antisemitismus rückt. In den Artikeln sehen wir einen Verstoß gegen die Forderung des Pressekodex nach Achtung der Wahrheit (Ziffer 1) und gegen die Sorgfaltspflicht (Ziffer 2). Da sich der Presserat allerdings nur mit Druckerzeugnissen im engeren Sinne befaßt, wird er lediglich die Veröffentlichung in der NRZ dahingehend prüfen.

Eine Dienstaufsichtsbeschwerde brachte der Verlag gegen den Leitenden Oberstaatsanwalt in Aschaffenburg, Ernst Wich-Knoten, auf den Weg. Die Staatsanwaltschaft in Aschaffenburg hatte eine Strafanzeige zu prüfen, die das Bistum Rottenburg-Stuttgart gegen das „Ferkelbuch“ gestellt hatte. Diese Prüfung kam zu einem negativen Ergebnis, so daß die Staatsanwaltschaft Mitte Februar verlauten ließ, das Buch enthalte keine strafbaren Inhalte; es wurde kein förmliches Ermittlungsverfahren eingeleitet. Allerdings schien dies dem Leitenden Oberstaatsanwalt wenig zu gefallen, denn der Evangelische Pressedienst (epd) zitiert ihn in einer weit verbreiteten Meldung mit den Worten, das Buch sei ein „perfides Machwerk in der Maske des religiösen Kinderbuchs“. Was als persönliche Meinungsäußerung des Bürgers Wich-Knoten lediglich auf dessen intellektuelle Grenzen hinwiese (ein explizit religionskritisches Kinderbuch für ein religiöses zu halten, deutet deutliche Schwächen beim Leseverständnis an), ist als Aussage eines Leitenden Oberstaatsanwaltes – und als dieser wird er zitiert – unzulässig. Denn als Beamter muß er sich bei Äußerungen innerhalb bzw. gelegentlich des Dienstes, sofern es um Fragen geht, die seine Dienstaufgaben oder die Organisation seines Dienstbereiches betreffen, unsachlicher, in der Ausdrucksweise unangemessener Kritik enthalten. An diese Vorgabe hat sich der Leitende Oberstaatsanwalt nach unserer Einschätzung im vorliegenden Falle nicht gehalten.
 

 Colin Goldner nimmt zum aktuellen Tibet-Konflikt Stellung

"Ahnungslose Schwärmerei“ – so überschrieb Colin Goldner den ersten Teil eines Artikels, der sich kritisch mit dem Dalai Lama und der Berichterstattung über den aktuellen Konflikt in und um Tibet auseinandersetzt. In dem Text, der in der Tageszeitung Junge Welt erschienen ist, ging es um die "Begeisterung für den Dalai Lama und den tibetischen Buddhismus“; darin präsentierte Goldner grundlegende Fakten zum „Alten Tibet“ und dem "Gelbmützen“-Regime sowie zu Amt und Person des Dalai Lama.
Am darauffolgenden Tag beleuchtete Goldner kritisch, wie die westliche Presse über die gewalttätigen Ausschreitungen in Lhasa berichtet hat. Dabei zeigte er ein erschreckendes Maß an Parteilichkeit – was nicht ins Bild der unterdrückten, friedfertigen Tibeter paßte, wurde schlicht weggelassen.

 

Januar 2008

Petrus van der Lets Reise zur Wiege Europas auf Filmfestival ausgezeichnet

Der Dokumentarfilm Reise zur Wiege Europas von Petrus van der Let bekam beim Europäischen Festival des Bildungs- und Wissenschaftsfilms in Wien den Preis für den besten Bildungsfilm. Der Film ist als DVD bei Alibri erschienen

http://www.sciencefilmfest.at/sff/index.php?option=com_content&task=view&id=19&Itemid=42

Kurz danach erhielt der Regisseur vom Leiter der österreichischen 3sat-Redaktion Reinhard Scolik diverse sachlich schwer nachvollziehbare Absagen, die sich de facto als Arbeitsverbot auswirken. Offenbar soll ein weiteres Nachdenken über den Ursprung der Mythen in der Säuglingswahrnehmung verhindert werden.

 


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